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Corona und Fotografie

Das Ruhrgebiet ist ein absolutes Ballungsgebiet. Hier kannst Du an bestimmten Hotspots nicht drei Schritte machen, ohne einem Menschen aus dem Weg gehen zu müssen. 

Anders als Kai Kutzki in Spanien erleben musste, gab es hier keine Ausgangssperre, aber dennoch einen Lockdown. 

Etwas unfassbar ungewohntes, dass es hoffentlich so nie wieder geben wird und worüber man in Jahrzehnten noch reden und zurückschauen wird. 

Jeder der auch nur ansatzweise gerne eine Kamera bedient, hat momentan die Aufgabe, diese Zeit festzuhalten. 

Denn wir schreiben momentan Geschichte. 

Ich habe mir meine Kameras geschnappt und habe in den Wochen vor Ostern die Hotspots im Ruhrgebiet besucht. 

Festgehalten habe ich damit die ersten Eindrücke eines Lockdowns, eines leeren Einkaufszentrums und der Dortmunder Innenstadt, die einfach so unfassbar leer war. 

Diese Bilder sind schon jetzt wieder Geschichte und vieles ist schon so normal geworden.

Im Gepäck hatte ich nicht nur meine Vlogkameras, sondern auch meine LC-A+ mit aufgeklebten Farbfolien. Eine grüne und eine gelbe und in der Mitte habe ich einen kleinen Schlitz gelassen. 

Da sind wirklich gute Lomographische Fotos bei herausgekommen und ganz nebenbei dann noch ein Blog mit den ersten Eindrücken aus dem leeren und abgesperrten Ruhrgebiet. 

Umme Ecke, wie man gerade in Blogs und Videos aus dem Ruhrgebiet gerne sagt, ist der Düsseldorfer Flughafen. Ein Ort, der wie kein anderer für das Leben steht. Für Wiedersehen, Gemeinschaft, Reisen und für Abschied. Dieser Ort verändert seine Ausstrahlung in der Coronazeit schlagartig. Stelle Dir einen Flughafen vor, an dem Du kein Geräusch der billigen Kofferrollen hörst, keine Durchsage stattfindet und kein Flugzeug zu hören ist. Das hört sich nicht nur nach einem Lost Place an, es ist einer. Auch hier habe ich mir wieder meine Kameras geschnappt und wir wollten uns diesen Ort einfach mal anschauen und es wirken lassen. Ich bin so froh, dass wir es geschafft haben, diese Bilder für uns festzuhalten und ich möchte sie mit Euch teilen. Für meine und für Eure Erinnerungen. 

Lasst uns in dieser Zeit nicht nur zusehen, dass wir alle gesund bleiben, sondern lasst uns das beste daraus machen. Bei all den Ängsten um die eigene Existenz, den Job und vielleicht auch um die Eltern. 

Wer sich in dieser Zeit am besten anpassen kann und neu erfinden kann, der geht am Ende gestärkt und völlig neu aus dieser zeit heraus. 

Der Kollege Kai Kutzki hat in seinem Blog Inspirationen geboten, wie man sich fotografisch in dieser Zeit ausdrücken kann. 

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